Über uns

Bereits 2019 wurde der Tiny-Farming-Bergstedt e.V. gegründet. Unser Vereinsgelände ist derzeit in einem Gewächshaus in einer ehemaligen Gärtnerei in Hamburg Bergstedt.


Zweck des Vereins ist ausschließlich die Förderung der Bildung: 
Bildungsorientierte Veranstaltungen, Informationen, Diskussion und Beratung 

  • Eröffnung von kulturellen Räumen für die Allgemeinheit und interessierte Mitmenschen
  • durch Vorträge, Naturführungen, Ausstellungen, Gemüse- und Pflanzencafé, das Zeigen von Filmen, Diskussion und Beratung.
  • Bildung & Aufbau von Wissen, Teilen von Erfahrungen & Informationen. Der Verein soll für die Allgemeinheit Wissen hinsichtlich der ökologisch und kulturell definierten, zumindest teilweisen Selbstversorgung mit pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln im städtischen Wohngebiet generieren und weitergeben. 
  • Informationsweitergabe und Bildung von Wissen zum Anbau und die Eigenerzeugung gesunder Lebensmittel, Ernährung, in ihrem unmittelbaren städtischen Umfeld. 
  • Der Verein soll Menschen zusammenbringen und mit Informationen und Bildung fördern, die kleinststrukturierte Landwirtschaft unter kulturellen sowie ökologischen Aspekten betreiben wollen. 
  • Die kulturelle Beziehung des Menschen, zu sich selbst im Spannungsfeld zu art- und wesengerechter Tierhaltung, Pflanzenanbau, Verbesserung und Entwicklung von Nachhaltigkeit, Ökologie und der bewirtschafteten Landschaft soll durch vom Verein organisierten Informationsweitergaben & Gestaltung eines kulturellen Raumes mit Hilfe von Vorträgen, Gemüse- und Pflanzencafé, Gewächshaus-, Garten- und Hofführungen, Ausstellungen etc.), gefördert und aufgezeigt werden. 


Das Zusammenwirken vernetzt andere Menschen und bringt sie in Kontakt mit den Möglichkeiten kleinstlandwirtschaftlicher Strukturen. Dabei soll auch das Wissen über die Nachteile industrieller Landwirtschaft aufgezeigt werden: Eine Alternative zur bestehenden industriellen Landwirtschaft kann auf diese Weise eröffnet werden: ökologisch ohne Pestizide, Insektizide, einträglich, unter dem Gesichtspunkt der Entwicklung von Nachhaltigkeit, erträglich, jedoch ohne Ausbeutung von Mensch, Tier und Landschaft Dieser gemeinsame Lernprozess soll mit anderen Menschen geteilt werden.


Der Verein möchte auf diese Weise einen Beitrag zu den drängenden Fragen der Klima- und Umweltpolitik und deren Verbesserung durch Information und Bildung leisten und damit der Allgemeinheit nützlich und dienlich sein.

Was ist das Besondere an einem Gewächshaus?
Warum bauen wir das Gemüse im Gewächshaus an? Es wächst viel besser, als draußen, mehr und früherer Ertrag, keine Schnecken, keine Hasen/Kaninchen. Keine Folientunnel.

Warum bauen wir das Gemüse in Töpfen an?
Wasser Ersparnis, Kontrolle Mutterboden, Mobilität der Gefäße.

Warum halten wir Bienen?
Wir brauchen Bienen zur Bestäubung auch im Gewächshaus. Bienen und Hummeln besuchen unsere Pflanzen jeden Tag. Wir möchten die Insekten- und Artenvielfalt unterstützen, z.B. mit besonderen Blumen. Bienen sind wunderbare und interessante Tiere von denen man sehr viel Lernen kann, z.B. über die Natur, über Gruppenzusammenhalt, Verhalten etc..

Warum Hühnerhaltung? Wir möchten auf die Probleme der industriellen Tierhaltung aufmerksam machen. Eier und Fleisch werden sehr günstig verkauft. Die Menschen wissen nicht mehr, was es bedeutet eine Beziehung zu Tieren aufzubauen. Wir möchten das Tier nicht als wirtschaftliches Gut sehen und es ART- und WESENSGERECHT ökologisch zu versorgen. Der Hühnermist wird ein hochwertiger Dünger sein.

Anpflanzung und Ertrag im Jahresverlauf ein Erfahrungsbericht :
„Selbst in den Wintermonaten kann man noch diverse Salate ziehen (Pflücksalat, Postelein, Feldsalat und bestimmt weitere Sorten, die wir nur noch nicht kennen ...). Im letzten Jahr habe ich bis in den November hinein noch Tomaten eingekocht. Ende September habe ich noch einmal Herbstrüben gesät. Mal sehen, ob diese bis Weihnachten noch Rüben bilden. Diverse Kräuter überwintern auch im Gewächshaus (Ysop, Estragon, Salbei, Schnittknoblauch und verschiedene Minzsorten). Die Erdbeeren kommen auch im Folgejahr wieder. Man kann eigentlich das ganze Jahr über Gemüse aus dem Gewächshaus gewinnen, natürlich jahreszeitlich stark schwankend und verschieden, je nach Temperaturverträglichkeit der Pflanzen. Ein ganz großer Reiz ist, dass man Gemüsesorten kultivieren kann, die im Lebensmittelhandel kaum oder gar nicht zu erhalten sind, z. B. alte Tomaten-, Spinat- und Bohnensorten, Gourmetkartoffeln, Gewürzkräuter, usw. Spannend finde ich auch, dass man durch die Verwendung samenfester Sorten sein eigenes Saatgut wiedergewinnen kann und somit seine Lieblingspflanzen beliebig vermehren kann, ohne Kosten! Viele Pflanzen vermehren sich auch oder kommen wieder, ohne dass man irgendwas machen muss. Gemüse aus dem Super- oder Wochenmarkt kaufe ich nur noch selten und nach Bedarf, am ehesten im Winter.“

Ab 10 qm für ca. 10 €/im Monat plus Zusatzkosten kann ganzjährig eine Gewächshausfläche gemietet werden. Aus unserer Erfahrung kann auf dieser Fläche, je nach Engagement des Tiny-Farmer, ein Großteil des Gemüsebedarfes einer mehrköpfigen Familie selbst gezogen werden - und zwar nah, frisch, unbelastet und gesund!

Ineteressent*innen stellen sich bei den Mitglieder*innen vor und können dann in dem Verein aufgenommen werden. Mitgliedsbeitrag 50,00 € p.a.

Was wollen wir? 

Wir wollen ökologisch, lokal, Pestizid- und Insektizidfrei, biologisch, artgerecht, mit kulturellem Hintergrundgedanken Landwirtschaft auf kleinstem Raum betreiben, um ein harmonischeren Umgang mit Pflanzen, Tieren, Landschaft zu gestalten und Ausbeutung zu vermeiden, dabei ökonomisch handeln ohne Gewinnmaximierung und Extensivität. Dadurch wollen wir nachhaltig handeln. Und alles zusammen soll auch noch Spaß machen.